Geozentrisches Weltbild Empfehlung

Samstag, 04 Februar 2017 21:36

Im geozentrischen Weltbild steht, wie der Name schon sagt, die Erde (geo=Erde) im Zentrum, und zwar im absoluten Zentrum der Welt. Alles andere kreist um sie herum, also die Sonne, der Mond, die Planeten und sogar die Sterne.

Die Erde selbst ruht im Mittelpunkt und bewegt sich überhaupt nicht. Diese Ansicht wurde im alten Griechenland geprägt und in Europa und den angrenzenden Gebieten allgemein akzeptiert und als wahr angesehen.

Vor allem Aristoteles machte sich Gedanken über den Aufbau der Welt. Er lebte von 384 bis 322 vor unserer Zeitrechnung im antiken Griechenland und war ein angesehener Philosoph, der sich in vielen Wissenschaften auskannte. Er beschäftigte sich unter anderem auch mit den Bewegungen der Himmelskörper und kam dann zu dem Schluss, dass sie augenscheinlich um die Erde kreisen.

Da Kugel und Kreis in der Antike als vollkommene geometrische Figuren galten, war für Aristoteles klar, dass die Himmelskörper perfekte Kugeln sind und sich auf vollkommenen Kreisbahnen bewegen.

Claudius Ptolemäus griff um 140 nach Christus das Weltbild des Aristoteles wieder auf und versuchte, es mathematisch zu beschreiben. Das schaffte er mit einem komplizierten System aus Kreisen, Hilfskreisen und zusätzlichen Achsen. Nun war es möglich geworden, die Positionen der Himmelskörper auf Jahre im Voraus zu berechnen, was der Astrologie einen Aufschwung ermöglichte, die anhand der Planetenstellungen am Himmel Vorhersagen für Geschehnisse auf der Erde machen konnte.

Das geozentrische Weltbild hatte von Ptolemäus an über 1400 Jahre Bestand und wurde erst im 16. Jahrhundert vom heliozentrischen System des Kopernikus abgelöst, dass die Sonne im Mittelpunkt sieht und die Erde zu einem einfachen Planeten macht.

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