Das Buch Henoch - Kap. 83-90 Empfehlung

Montag, 16 Januar 2017 19:24

Das Buch der Traumgesichte

 

Kap. 83. »Und nun, mein Sohn Methusala, will ich dir alle meine Gesichte zeigen, die ich gesehen habe, sie vor dir erzählend.

2. Zwei Gesichte habe ich gesehen, ehe ich ein Weib nahm, und das eine davon hat keine Ähnlichkeit mit dem andern. Zuerst, als ich das Schreiben erlernte, und zum andern Mal, bevor ich deine Mutter nahm, hatte ich ein schreckliches Gesicht, und flehte um derselben willen zum Herrn.

3. Ich hatte mich niedergelegt im Hause meines Großvaters Malaleel, da sah ich im Gesicht den Himmel zusammenstürzen, schwinden und auf die Erde fallen.

4. Und als er auf die Erde fiel, sah ich, wie die Erde in einem tiefen Abgrunde verschlungen wurde, wie die Berge über den Bergen hingen, und Hügel über Hügel versanken, und hohe Bäume von ihren Stämmen abgeknickt und hingeschleudert wurden und in den Abgrund versanken.

5. Und dabei fiel eine Rede in meinen Mund, und ich erhob meine Stimme, um zu schreien, und sprach: »Die Erde ist untergegangen!«

6. Da weckte mich mein Großvater, Malaleel, während ich neben ihm lag, und sprach zu mir: »Was schreist du so, mein Sohn, und warum erhebst du solchen Wehruf?«

7. Da erzählte ich ihm das ganze Gesicht, das ich gesehen hatte, und er sprach zu mir: »Schreckliches hast du gesehen, mein Sohn, und schwerwiegend ist dein Traumgesicht: es betrifft die Geheimnisse aller Sünden der Erde, und sie muss in die Abgründe versinken und untergehen in gewaltigem Untergange.

8. Und nun, mein Sohn, erhebe dich, und flehe zu dem Herrn der Herrlichkeit, denn du bist ein Gläubiger, dass ein Rest auf Erden übrigbleibe, und er nicht die ganze Erde vertilge.

9. Mein Sohn, vom Himmel wird das alles über die Erde kommen, und auf Erden wird eine gewaltige Vernichtung stattfinden.«

10. Darnach stand ich auf, betete, flehte und bat und schrieb mein Gebet nieder für die Geschlechter der Welt, und ich werde dir alles zeigen, mein Sohn Methusala.

11. Und als ich unten hinausgetreten war und den Himmel sah und die Sonne im Osten hervorgehen und den Mond im Westen untergehen und einige Sterne und die ganze Erde und alles, wie er es im Anfang erkannt hatte (r. erschaffen hatte), da pries ich den Herrn des Gerichts und gab ihm Ehre, dass er die Sonne aus den Fenstern des Ostens hatte hervorgehen lassen, dass sie aufgestiegen und aufgegangen war an der Oberfläche des Himmels, ihren Weg nahm und die Bahn, die ihr gezeigt war, weiterging.

 

Kap. 84. Und ich erhob meine Hände in Gerechtigkeit und pries den Heiligen und Großen und redete mit den Hauchen meines Mundes und mit der Fleischeszunge, die Gott den fleischgeborenen Menschen geschaffen hat, dass sie damit reden, und er gab ihnen den Odem, die Zunge und den Mund, dass sie damit reden.

2. »Gepriesen seist du, o Herr, König, groß und mächtig in deiner Majestät, Herr der ganzen Schöpfung des Himmels, König der Könige und Gott der ganzen Welt! Deine Gottheit, dein Königtum, deine Majestät bleibt fort und fort und in alle Ewigkeit und deine Herrschaft durch alle Geschlechter, alle Himmel sind dein Thron auf ewig, und die ganze Erde der Schemel deiner Füße fort und fort und in alle Ewigkeit,

3. Denn du hast alles geschaffen und regierst alles, und nichts ist dir zu schwer, auch gar nichts; keinerlei Weisheit entgeht dir, noch wendet sie sich ab von ihrem Lebensgrunde, deinem Throne, und von deinem Angesicht; du weißt und siehst und hörst alles, und es gibt nichts, was dir verborgen wäre, denn du siehst alles.

4. Und nun sündigen die Engel deiner Himmel, und auf dem Fleisch der Menschen ruht dein Zorn bis auf den großen Tag des Gerichtes.

5. Und nun, Gott und Herr und großer König, flehe und bitte ich, mir meine Bitte zu gewähren, dass du mir eine Nachkommenschaft auf Erden übriglässt, nicht alles Fleisch der Menschen vertilgst, und die Erde nicht entvölkerst, so dass ewig Vernichtung herrsche.

6. Und nun, mein Herr, vertilge von der Erde das Fleisch, das dich erzürnt hat, aber das Fleisch der Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit stelle hin als eine Samen tragende Pflanze für ewig und verbirg nicht dein Antlitz vor der Bitte deines Knechtes, o Herr.<<

 

Kap. 85. Und darnach sah ich einen anderen Traum, und ich werde dir den ganzen Traum vorführen, mein Sohn.

2. Und Henoch erhob seine Stimme und sprach zu seinem Sohne Methusala: »Zu dir will ich sprechen, mein Sohn; höre meine Rede und neige dein Ohr dem Traumgesicht deines Vaters.

3. Ehe ich deine Mutter Edna nahm, schaute ich im Gesicht auf meinem Lager, und siehe es kam ein Stier aus der Erde hervor, und jener Stier war weiß; und darnach kam ein junges weibliches Rind hervor, und mit ihm kamen zwei Farren, der eine von ihnen war schwarz und der andere rot.

4. Und jener schwarze Farre stieß den roten und verfolgte ihn über die Erde hin; und ich konnte von da an jenen roten Farren nicht mehr sehen.

5. Und jener schwarze Farre wuchs heran, und es kam zu ihm eine Färse, und ich sah, wie viele Rinder von ihm kamen, ihm gleichend und ihnen nachfolgend.

6. Jene Kuh aber, jene erste, ging weg von dem Angesichte jenes ersten Stieres, um jenen roten Farren zu suchen, doch sie fand ihn nicht; da erhob sie ein großes Wehgeschrei nach ihm und suchte weiter.

7. Und ich sah zu, bis jener erste Stier zu ihr kam und sie beruhigte, und von jener Stunde an schrie sie nicht mehr.

8. Und darauf gebar sie einen anderen weißen Stier, und nach ihm gebar sie noch viele schwarze Stiere und Kühe.

9. Und ich sah in meinem Schlafe jenen weißen Stier, wie er ebenfalls wuchs und ein großer weißer Stier wurde, und wie viele weiße Rinder von ihm ausgingen und ihm glichen.

10. Und sie fingen an, viele weiße ihnen gleichende Rinder zu zeugen, und es folgte eins dem andern.

 

Kap. 86. Und weiter schaute ich mit meinen Augen, während ich schlief, und ich sah den Himmel oben, und siehe ein Stern fiel vom Himmel, erhob sich, fraß und weidete unter jenen Rindern.

2. Und danach sah ich große und schwarze Stiere, und siehe sie wechselten alle ihre Hürde, ihre Weide und ihre Färsen und fingen an einer nach dem andern hin zu schreien.

3. Und abermals schaute ich im Gesicht und blickte den Himmel an, und siehe ich sah viele Sterne herabfallen und vom Himmel stürzen zu jenem ersten Stern, und unter jenen Färsen wurden sie zu Stieren und weideten bei ihnen in ihrer Mitte.

4. Und ich blickte sie an und schaute hin, und siehe, sie alle streckten ihre Schamteile heraus wie Hengste und begannen auf die Kühe der Farren zu steigen, und sie wurden alle trächtig und gebaren Elefanten, Kamele und Esel.

5. Und alle die Stiere fürchteten sich und erschraken vor ihnen; und sie fingen an mit ihren Zähnen zu beißen und zu verschlingen und mit ihren Hörnern zu stoßen.

6. Und sie begannen sogar jene Stiere aufzufressen, und siehe alle Kinder der Erde fingen an zu zittern und vor ihnen zu beben und zu fliehen.

 

Kap. 87. Und weiter sah ich sie, wie sie anfingen einander zu stoßen und einander zu verschlingen, und die Erde begann zu schreien.

2. Und ich erhob meine Augen abermals gen Himmel und schaute im Gesicht, und siehe es kam aus dem Himmel hervor wie die Gestalten von weißen Menschen, und vier traten hervor aus jenem Ort und drei mit ihnen.

3. Und jene drei, die zuletzt herausgetreten waren, fassten mich bei der Hand, hoben mich auf fort von den Geschlechtern der Erde, brachten mich hinauf an einen hohen Ort und zeigten mir einen Turm hochragend über die Erde hin, und alle Hügel waren klein dagegen.

4. Und sie sprachen zu mir: »Bleibe hier, bis dass du alles siehst, was über diese Elefanten. Kamele und Esel und über die Sterne, über die Stiere, kurz über alle kommen wird.«

 

Kap. 88. Und ich sah einen von jenen vier, die zuerst hervorgetreten waren, wie er jenen ersten Stern, der vom Himmel gefallen war, ergriff, ihn an Händen und Füssen band und in die Tiefe legte; und jene Tiefe war eng und tief, schaurig und finster.

2. Und einer von ihnen zog das Schwert und gab es jenen Elefanten, Kamelen und Eseln, und sie fingen an einander zu schlagen, dass die ganze Erde ihretwegen erbebte.

3. Und als ich im Gesicht weiter schaute, siehe, da warf einer von jenen vier, die hervorgekommen waren, sie vom Himmel herab, und man sammelte und nahm alle die großen Sterne, deren Scham wie die Scham der Rosse war, und er band sie alle an Händen und Füssen und legte sie in eine Kluft der Erde.

 

Kap. 89. » Und einer von jenen vier ging zu jenem weißen Stier und belehrte ihn über ein Geheimnis, ohne dass er zitterte; jener war als Stier geboren und wurde nun zu einem Menschen, und er zimmerte sich ein großes Fahrzeug und wohnte darauf, und drei Stiere wohnten mit ihm auf jenem Fahrzeug, und es wurde über ihnen zugedeckt.

2. Und ich erhob abermals meine Augen gen Himmel und sähe ein hohes Dach und sieben Wasserläufe auf ihm, und diese Wasserläufe ergossen sich mit gewaltiger Wassermasse in eine Umfriedigung.

3. Und ich schaute abermals, und siehe die Quellen am Boden öffneten sich in jener großen Umfriedigung, und das Wasser fing an aufzusprudeln und sich über den Boden zu erheben, und ich sah immerfort nach jener Umfriedigung, bis schließlich die ganze Bodenfläche mit Wasser bedeckt war.

4. Und das Wasser, die Finsternis und der Nebel nahmen über ihr zu; und ich sah nach der Höhe jenes Wassers, da hatte sich jenes Wasser bis zur Höhe jener Umfriedigung erhoben und strömte über jene Umfriedigung und blieb auf der Erde stehen.

5. Und alle Rinder jener Umfriedigung waren zusammengeschart, bis ich sah, wie sie untersanken, verschlungen wurden und in jenem Wasser umkamen.

6. Und jenes Fahrzeug schwamm auf dem Wasser, alle Rinder, Elefanten, Kamele und Esel aber sanken zu Boden, samt allem Vieh, so dass ich sie nicht mehr sehen konnte, und waren nicht im standen herauszukommen, sondern gingen zu Grunde und versanken in die Tiefe.

7. Und ich schaute weiter im Gesicht, bis jene Wasserbäche von jenem hohen Dache sich verlaufen, die Spalten der Erde sich ausgeglichen, und andere Tiefen sich aufgetan hatten.

8. Da fing das Wasser an in sie hinabzulaufen, bis die Erde sichtbar wurde, und jenes Fahrzeug setzte sich auf der Erde fest, und die Finsternis entwich, und das Licht erschien.

9. Und eben der weiße Stier, der ein Mann geworden war, trat heraus aus jenem Fahrzeug und die drei Stiere mit ihm, und einer von den Stieren war weiß, gleich jenem Stier, und einer von ihnen war rot wie Blut, und einer schwarz; und eben jener weiße Stier ging fort von ihnen.

10. Und sie fingen an Tiere des Feldes und Vögel zu zeugen, und es entstanden durch sie Arten von allerlei Gestalt: Löwen, Panther, Hunde, Wölfe, Hyänen, Wildschweine, Füchse, Kaninchen, Schweine, Falken, Geier, Weihen, Adler und Raben; auch ein weißer Stier wurde unter ihnen geboren.

11. Und sie fingen an einander zu beißen. Jener weiße Stier aber, der mitten unter ihnen geboren war, erzeugte einen Wildesel und einen weißen Stier daneben, und der Wildesel mehrte sich.

12. Jener Stier aber, der von ihm gezeugt war, zeugte ein schwarzes Wildschwein und ein weißes Schaf, und jenes zeugte viele Schweine, das Schaf aber zeugte zwölf Schafe.

13. Und als jene zwölf Schafe herangewachsen waren, überlieferten sie eins von ihnen den Eseln, und diese Esel wiederum überlieferten jenes Schaf den Wölfen, und jenes Schaf wuchs unter den Wölfen auf.

14. Und der Herr brachte die elf Schafe herbei, bei ihm zu wohnen und mit ihm zu weiden unter den Wölfen, und sie vermehrten sich und wurden zu vielen Schafherden.

15. Und die Wölfe fingen an sie zu fürchten und bedrückten sie so weit, dass sie ihre Jungen umbrachten, und sie warfen ihre Jungen in einen Fluss mit vielem Wasser; und jene Schafe fingen an zu schreien über ihre Jungen und zum Herrn zu klagen.

16. Und ein Schaf, das vor den Wölfen gerettet worden war, floh und entrann zu den Wildeseln; und ich sah die Schafe, wie sie wehklagten und schrien und den Herrn baten aus aller Kraft, bis jener Herr der Schafe auf das Rufen der Schafe aus seinem hohen Gemach herabstieg, zu ihnen kam und sie weidete.

17. Und er rief jenes Schaf, das den Wölfen entronnen war, und redete mit ihm über die Wölfe, dass es sie ermahnen sollte, die Schafe nicht anzurühren.

18. Und das Schaf ging zu den Wölfen auf das Geheiß des Herrn, und ein anderes Schaf begegnete ihm und ging mit ihm, und sie gingen und traten beide zusammen in die Versammlung jener Wölfe, und sie redeten mit ihnen und ermahnten sie, von nun an die Schafe nicht mehr anzurühren.

19. Und darnach sah ich die Wölfe, und wie sie die Schafe noch härter behandelten mit aller Gewalt, und die Schafe schrien.

20. Da kam ihr Herr zu den Schafen und fing an, jene Wölfe zu schlagen; und die Wölfe erhoben ein Wehgeheul, die Schafe aber waren still und schrien von da an nicht mehr.

21. Und ich sah die Schafe, bis sie von den Wölfen weggingen, den Wölfen aber waren die Augen geblendet; und jene Wölfe zogen aus, um die Schafe zu verfolgen mit aller ihrer Macht.

22. Und der Herr der Schafe zog mit ihnen, indem er sie führte, und alle Schafe folgten ihm; und sein Antlitz war glänzend, hehr und furchtbar anzuschauen.

23. Die Wölfe aber begannen jene Schafe zu verfolgen, bis dass sie dieselben an einem Wasserbecken einholten.

24. Und jenes Wasserbecken teilte sich, und das Wasser stand zu beiden Seiten vor ihnen; und ihr Herr, der sie führte, stellte sich zwischen sie und die Wölfe.

25. Und da jene Wölfe die Schafe noch nicht zu Gesicht bekamen, so zogen sie mitten in jenes Wasserbecken hinein, und die Wölfe verfolgten die Schafe und eilten hinter jenen Schafen her in jenes Wasserbecken hinein.

26. Und als sie den Herrn der Schafe erblickten, kehrten sie um, vor seinem Angesicht zu fliehen, aber das Wasser jenes Beckens strömte wieder zusammen und nahm plötzlich seine Natur wieder an, und das Wasser schwoll an und stieg, bis es jene Wölfe bedeckte.

27. Und ich sah zu, bis alle die Wölfe, die jene Schafe verfolgt hatten, umgekommen und versunken waren.

28. Die Schafe aber entkamen aus jenem Wasser und zogen hinaus in die Wüste, wo es weder Wasser noch Gras gab; und sie fingen an ihre Augen aufzutun und zu sehen, und ich sah den Herrn der Schafe, wie er sie weidete und ihnen Wasser und Gras gab, und jenes Schaf, wie es ging und sie führte.

29. Und jenes Schaf stieg auf die Spitze jenes hohen Felsens, und der Herr der Schafe sandte es darauf wieder zu ihnen.

30. Und darnach sah ich den Herrn der Schafe vor ihnen stehen, und sein Aussehen war majestätisch, furchtbar und her, und alle jene Schafe sahen ihn und fürchteten sich vor seinem Angesicht.

31. Und sie waren alle in Furcht und Zittern vor ihm und riefen hinter jenem Schafe her, das bei ihnen war, [nämlich dem andern Schafe,] welches sich in ihrer Mitte befand: »Wir können nicht standhalten vor unserm Herrn und vermögen nicht ihn anzublicken«.

32. Und jenes Schaf, das sie führte, kehrte um und stieg auf die Spitze jenes Felsens; die Schafe aber begannen verblendet zu werden und vom Wege abzuirren, den es ihnen gezeigt hatte, ohne dass jenes Schaf etwas davon wusste.

33. Da ergrimmte der Herr der Schafe über sie in gewaltigem Zorne, und jenes Schaf erfuhr es und stieg herab von der Spitze des Felsens und kam zu den Schafen und fand den größten Teil von ihnen verblendet und in der Irre.

34. Und als sie es erblickten, fürchteten sie sich und zitterten vor seinem Angesicht und wünschten zurückzukehren zu ihrer Hürde.

35. Und jenes Schaf nahm andere Schafe mit sich und kam zu jenen Schafen, die abgewichen waren, und darnach fing es an sie zu töten, da fürchteten sich die Schafe vor seinem Angesicht, und jenes Schaf brachte die abgewichenen Schafe zurück, und sie kehrten wieder zu ihren Hürden zurück.

36. Und ich schaute in diesem Gesicht, bis dass jenes Schaf ein Mann wurde und dem Herrn der Schafe ein Haus baute und alle Schafe in jenem Hause unterbrachte.

37. Und ich sah, bis dass eben das Schaf, welches mit jenem Schafe, das sie führte, zusammengetroffen war, entschlief; und ich schaute, bis all die großen Schafe umgekommen waren, und kleine an ihrer Stelle sich erhoben, und sie kamen zu einem Weideplatz und näherten sich einem Wasserstrome.

38. Und jenes Schaf, ihr Anführer, das ein Mann geworden war, trennte sich von ihnen und entschlief; und alle Schafe suchten es und erhoben seinetwegen ein großes Geschrei.

39. Und ich sah, bis sie verstummten mit ihrem Geschrei um jenes Schaf, und sie überschritten jenen Wasserlauf, und es traten andere Schafe als Führer auf an Stelle derer, die entschlafen waren, und führten sie.

40. Und ich sah die Schafe, bis sie an einen vortrefflichen Ort und in ein liebliches und herrliches Land kamen, und ich sah, bis jene Schafe satt wurden, und jenes Haus stand mitten unter ihnen in dem lieblichen Lande.

41. Und bald waren ihre Augen offen, bald waren sie geblendet, bis sich ein anderes Schaf erhob, sie führte und sie alle zurückbrachte, und ihre Augen aufgetan wurden.

42. Und die Hunde, Füchse und wilden Schweine fingen an jene Schafe zu fressen, bis der Herr der Schafe [ein anderes Schaf,] einen Widder aus ihrer Mitte erweckte, der sie führte.

43. Und jener Widder fing an nach hierhin und dorthin jene Hunde, Füchse und wilden Schweine zu stoßen, bis das er sie alle vernichtet hatte.

44. Und jenem Schaf wurden die Augen geöffnet, und dasselbe sah jenen Widder, der unter den Schafen war, wie er seine Würde vergaß und anfing jene Schafe zu stoßen und sie niedertrat und unziemlich wandelte.

45. Und der Herr der Schafe sandte das Schaf zu einem anderen Schafe, und es erhob dasselbe, Widder zu sein und die Schafe zu führen an Stelle jenes Widders, der seine Würde von sich geworfen hatte.

46. Und es ging zu ihm und redete mit ihm allein und erhob es zum Widder und machte es zum Fürsten und Führer der Schafe; und bei alledem bedrängten die Hunde die Schafe.

47. Und der erste Widder verfolgte jenen zweiten Widder, und jener zweite Widder machte sich auf und floh vor seinem Angesicht; und ich schaute, bis jene Hunde den ersten Widder niederwarfen.

48. Aber jener andere Widder erhob sich und führte die [kleinen] Schafe, und jener zweite Widder zeugte viele Schafe und entschlief; und ein kleines Schaf wurde Widder an seiner Stelle und wurde Fürst und Führer jener Schafe.

49. Und jene Schafe wuchsen heran und mehrten sich; aber alle jene Hunde, Füchse und wilden Schweine fürchteten sich und flohen vor ihm. Und jener Widder stieß und tötete alle wilden Tiere, und jene wilden Tiere vermochten nichts mehr unter den Schafen und raubten gar nichts mehr von ihnen.

50. Und jenes Haus war groß und weit und es war für jene Schafe gebaut, und ein hoher und großer Turm war auf dem Hause für den Herrn der Schafe gebaut; und jenes Haus war niedrig, aber der Turm ragte empor und war hoch, und der Herr der Schafe stand auf jenem Turm, und man setzte ihm einen vollen Tisch vor.

51. Und ich sah fernerhin jene Schafe, wie sie abermals in der Irre gingen und auf vielerlei Wegen wandelten und jenes ihr Haus verließen, und der Herr der Schafe berief einige Schafe aus ihrer Mitte und sandte sie zu den anderen Schafen, und die Schafe fingen an sie zu töten.

52. Und eins von ihnen wurde errettet und nicht getötet, und es entsprang und schrie über die Schafe, und sie wollten es töten; aber der Herr der Schafe rettete es aus der Hand der Schafe und brachte es herauf zu mir und gab ihm seinen Platz.

53. Und viele andere Schafe sandte er zu jenen Schafen, um Zeugnis abzulegen und Wehklage zu erheben über sie.

54. Und darnach sah ich, wie sie, nachdem sie das Haus des Herrn und seinen Turm verlassen hatten, ganz und gar in der Irre gingen und ihre Augen geblendet waren; und ich sah, wie der Herr der Schafe viel Blutvergießen unter ihnen und in ihren Herden anrichtete, bis sogar jene Schafe dieses Blutvergießen herbeiriefen und seinen Ort preisgaben.

55. Und er überließ sie den Klauen der Löwen, Panther, Wölfe und Hyänen und den Klauen der Füchse und aller wilden Tiere; und jene wilden Tiere des Feldes fingen an jene Schafe zu zerreißen.

56. Und ich sah, dass er jenes ihr Haus und ihren Turm verließ und sie alle in die Gewalt der Löwen gab, damit dieselben sie zerrissen und fräßen, in die Gewalt aller wilden Tiere.

57. Da begann ich zu schreien aus aller meiner Kraft und den Herrn der Schafe zu rufen und ihm Vorhaltungen zu machen in Betreff der Schafe, dass sie von all den wilden Tieren gefressen würden.

58. Er aber blieb ruhig, als er es sah, und freute sich, dass sie gefressen und verschlungen und geraubt würden, und er überließ sie der Gewalt aller wilden Tiere zum Fraße.

59. Und er berief siebzig Hirten und verstieß eben jene Schafe, dass sie sie weideten, und sprach zu den Hirten und ihren Gesellen: »Ein jeder einzelne von euch sollen von nun an die Schafe weiden, und alles, was ich euch befehlen werde, das tut.

60. Und ich werde sie euch übergeben nach der Zahl und werde euch angeben, wer von ihnen umkommen soll, — und diese bringt um«. Da übergab er ihnen jene Schafe.

61. Und er rief einen andern und sprach zu ihm: »Gib acht und sieh auf alles, was die Hirten an diesen Schafen tun werden; denn sie werden von ihnen mehr umbringen, als ich ihnen befohlen habe.

62. Und jeden Übergriff und jede Vernichtung, die von den Hirten ausgehen wird, schreibe auf; wieviel sie auf meinen Befehl vernichten und wieviel sie nach eigenem Gutdünken vernichten, (kurz) jedem einzelnen Hirten schreibe alles auf, was er vernichtet.

63. Und lies es mir der Zahl nach vor, wieviel sie vernichteten, und wieviel man ihnen zur Vernichtung überlieferte, dass mir dies zum Zeugnis diene über sie, auf dass ich alles Tun der Hirten kenne, um ihnen nachzurechnen, und sehe, was sie treiben, ob sie bei meinem Befehl, den ich ihnen gegeben habe, bleiben oder nicht.

64. Aber sie sollen es nicht wissen, und du sollst es ihnen nicht zeigen und sie nicht zurechtweisen, sondern alles, was er vernichtet, schreibe bei jedem einzelnen Hirten jederzeit auf und bringe alles herauf vor mich.«

65. Und ich schaute, bis dass jene Hirten weideten zu ihrer Zeit, und sie begannen zu töten und zu Grunde zu richten mehr, als ihnen geheißen war, und sie überließen jene Schafe der Gewalt der Löwen.

66. Und die Löwen und Panther fraßen und verschlangen den größten Teil jener Schafe, und die wilden Schweine fraßen mit ihnen, und sie verbrannten jenen Turm und untergruben jenes Haus.

67. Und ich ward sehr traurig wegen des Turmes, weil jenes Haus der Schafe untergraben war, und darnach vermochte ich nicht mehr zu sehen, ob jene Schafe in jenes Haus hineingingen.

68. Und die Hirten und ihre Gesellen überlieferten jene Schafe allen wilden Tieren des Feldes, sie zu fressen, und jeder einzelne von ihnen empfing zu seiner Zeit eine bestimmte Zahl, indem bei jedem einzelnen von ihnen von dem andern in ein Buch eingeschrieben wurde, wie viele er davon vernichtete.

69. Und viel mehr als in Ordnung war, tötete jeder einzelne und brachte um; Da begann ich zu weinen und zu Wehklagen über jene Schafe.

70. Und ebenso sah ich im Gesicht jenen Schreiber, wie er jedes einzelne aufschrieb, das von jenen Hirten umgebracht wurde, Tag für Tag, und das ganze Buch dem Herrn der Schafe hinaufbrachte, es vorlegte und alles zeigte, was sie getan hatten, und alle, die jeder einzelne von ihnen beseitigt hatte, und alle, die man zur Vernichtung hingegeben hatte.

71. Und das Buch wurde vor dem Herrn der Schafe vorgelesen, und er nahm das Buch aus seiner Hand, las es und versiegelte es und legte es hin.

72. Und danach sah ich, wie die Hirten zwölf Stunden lang weideten, und siehe, drei von jenen Schafen kehrten zurück, kamen und traten heran und begannen alles, was von jenem Hause eingefallen war, zu bauen; aber die wilden Schweine hinderten sie, und sie vermochten nichts auszuführen.

73. Und sie begannen wiederum zu bauen wie zuvor und führten jenen Turm auf, und er wurde der hohe Turm genannt; und sie fingen wieder an, einen Tisch vor jenen Turm zu stellen, aber alles Brot darauf war besudelt und nicht rein.

74. Und zu alledem waren jenen Schafen die Augen geblendet, dass sie nicht sahen, und ihren Hirten ebenfalls, und man überlieferte sie den Hirten zur Vernichtung in noch größerer Zahl, und sie traten die Schafe mit ihren Füssen nieder und verschlangen sie.

75. Und der Herr der Schafe blieb ruhig, bis alle Schafe sich über das Feld zerstreut und mit ihnen vermischt hatten, und sie die Hirten retteten sie nicht aus der Hand der wilden Tiere.

76. Und jener, der das Buch schrieb, brachte es hinauf, zeigte es und las es vor dem Herrn der Schafe und flehte ihn an um ihretwillen und bat ihn, indem er ihm alles Tun ihrer Hirten zeigte und vor ihm Zeugnis ablegte wider alle Hirten.

77. Dann nahm er das Buch, legte es neben ihm nieder und ging hinweg.

 

Kap. 90. Und ich sah so lange, bis auf diese Weise siebenunddreißig Hirten das Weiden übernahmen, und sie alle führten es zu Ende zu ihrer Zeit, wie die ersten, und andere bekamen sie in ihre Hand, sie zu weiden, zu ihrer Zeit, ein jeder Hirt zu seiner Zeit.

2. Und darnach schaute ich im Gesicht, wie alle Vögel des Himmels kamen: die Adler, die Geier, die Weihen, die Raben, und die Adler führten alle Vögel an; und sie fingen an jene Schafe zu fressen und ihnen die Augen auszuhacken und ihr Fleisch zu verzehren.

3. Und die Schafe schrien, weil ihr Fleisch von den Vögeln verzehrt wurde, und ich sah es und wehklagte in meinem Schlafe über jenen Hirten, der die Schafe weidete.

4. Und ich sah zu, bis dass jene Schafe von den Hunden und Adlern und Weihen gefressen waren, und sie ließen an ihnen nicht das Geringste von Fleisch, Haut und Sehnen übrig, bis nur noch ihr Gerippe dastand, und auch ihr Gerippe fiel zur Erde, und die Schafe wurden immer weniger.

5. Und ich sah eine Zeitlang zu, bis dreiundzwanzig Hirten das Weiden übernahmen, und sie vollendeten in ihren Zeitabschnitten achtundfünfzig Zeiten,

6. Und siehe, es wurden Lämmer geboren von jenen weißen Schafen, und sie fingen an die Augen zu öffnen und zu sehen und nach den Schafen zu schreien.

7. Die Schafe aber schrien nicht nach ihnen und hörten nicht ihren Ruf, sondern waren ganz taub, und ihre Augen waren ganz und gar geblendet und schwerfällig.

8. Und ich schaute im Gesicht, wie die Raben auf jene Lämmer flogen und eins von jenen Lämmern ergriffen und die Schafe zerstückelten und fraßen.

9. Und ich sah, bis jenen Lämmern Hörner wuchsen, und die Raben ihre Hörner zu Boden warfen, und ich sah, bis ein großes Horn einem jener Schafe hervorsprosste und ihre Augen aufgetan wurden.

10. Und es sah nach ihnen, und ihre Augen öffneten sich, und es schrie nach den Schafen; da sahen es die Böckchen und liefen alle zu ihm.

11. Und trotz alledem zerrissen jene Adler und Geier, Raben und Weihen immerzu die Schafe und flogen auf sie und fraßen sie; und die Schafe schwiegen still, aber die Böckchen wehklagten und schrien.

12. Und jene Raben stritten und kämpften mit ihm und suchten sein Horn wegzubringen, aber sie gewannen nicht die Oberhand über es.

13. Und ich sah sie, bis die Hirten und Adler und jene Geier und Weihen kamen, und sie riefen den Raben zu, sie möchten das Horn jenes Böckchens zerbrechen; und sie kämpften und stritten mit ihm, und es kämpfte mit ihnen und schrie, dass ihm Hilfe kommen möchte.

14. Und ich sah, bis jener Mann kam, der die Namen der Hirten aufschrieb und hinauf vor den Herrn der Schafe brachte, der half ihm und errettete es und zeigte ihm alles, dass er herabgekommen sei zur Hilfe jenes Böckchens.

15. Und ich sähe, bis jener Herr der Schafe zu ihnen kam im Zorn und alle, die ihn erblickten, flohen und verfielen alle in den Zustand des Geblendetseins vor seinem Antlitz.

16. Alle die Adler und Geier, Raben und Weihen scharten sich zusammen und brachten mit sich alle die Schafe des Feldes, und sie kamen alle zusammen und halfen einander, jenes Horn des Böckchens zu zerbrechen.

17. Und ich sah jenen Mann, der das Buch auf das Geheiß des Herrn schrieb, bis er jenes Buch des Verderbens aufschlug, das jene letzten zwölf Hirten angerichtet hatten, und vor dem Herrn der Schafe bewies, dass sie mehr als ihre Vorgänger umgebracht hatten.

18. Und ich sah, bis der Herr der Schafe zu ihnen kam und den Stab seines Zornes in seine Hand nahm und die Erde schlug, dass sie auseinanderklaffte, und alle die wilden Tiere und Vögel des Himmels fielen herab von jenen Schafen und versanken in die Erde, und sie deckte sich über dieselben.

19. Und ich sah, bis den Schafen ein großes Schwert gegeben wurde, und die Schafe zogen aus gegen alle wilden Tiere des Feldes, sie zu töten, und alle wilden Tiere und Vögel des Himmels flohen vor ihrem Angesicht.

20. Und ich sah, bis ein Thron in dem lieblichen Lande errichtet wurde, und der Herr der Schafe setzte sich darauf, und der andere nahm die versiegelten Bücher und Öffnete jene Bücher vor dem Herrn der Schafe.

21. Und der Herr berief jene Männer, die sieben ersten Weißen, und befahl, dass sie alles vor ihn brächten (anhebend) vom ersten Stern, der allen jenen Sternen, deren Scham wie die Scham der Rosse war, voranging [und den ersten Stern, der zuerst herabgefallen war], und sie brachten sie alle vor ihn.

22. Und er sprach zu jenem Manne, der vor ihm schrieb, welcher einer von diesen sieben Weißen war, und sagte zu ihm: »Ergreif diese siebzig Hirten, denen ich die Schafe überliefert habe und welche, nachdem sie dieselben in Empfang genommen, mehr töteten, als ich ihnen befohlen hatte, auf eigene Faust.«

23. Und siehe, ich sah sie alle gebunden, und sie standen alle vor ihm.

24. Und das Gericht fand zuerst über die Sterne statt, und sie wurden gerichtet und für schuldig erklärt und kamen an den Ort der Verdammnis, und man warf sie in einen tiefen Ort, voll von flammendem Feuer und voll Feuersäulen.

25. Und jene siebzig Hirten wurden gerichtet und für schuldig befunden und auch sie wurden in jene feurige Tiefe geworfen.

26. Und ich sah zu jener Stunde, wie eine ähnliche Tiefe sich auftat mitten in der Erde, voll Feuer, und sie brachten jene verblendeten Schafe, und sie wurden alle gerichtet, für schuldig befunden und in jene feurige Tiefe geworfen, dass sie brannten; und diese Tiefe war zur Rechten jenes Hauses.

27. Und ich sah, wie jene Schafe brannten und ihr Gebein in Flammen stand.

28. Und ich stand auf, um zu sehen, bis er jenes alte Haus zusammenpackte, und man schaffte alle Säulen hinaus, und alle Balken und Zapfen jenes Hauses wurden mit ihm zusammengepackt, und man schaffte es hinaus und legte es an einen Ort im Süden des Landes.

29. Und ich sah, bis der Herr der Schafe ein neues Haus brachte, grösser und höher als jenes erste, und es an der Stelle des ersten, welches eingepackt worden war, aufstellte. Alle seine Säulen waren neu, seine Zapfen waren neu und grösser als bei jenem ersten alten, welches er hinausgeschafft hatte, und alle Schafe fanden Platz darin.

30. Und ich sah alle Schafe, die übriggeblieben waren, und alle Tiere auf der Erde und alle Vögel des Himmels, wie sie niederfielen und jenen Schafen Huldigung erwiesen und sie anflehten und ihnen auf jedes Wort gehorchten.

31. Und darnach brachten mich jene drei, die in Weiß gekleidet waren und mich bei meiner Hand hielten — sie, die schon zuvor mich hinaufgebracht hatten — während die Hand jenes Böckchens mich hielt, wieder hinauf und setzten mich mitten unter jene Schafe nieder, ehe das Gericht stattfand.

32. Und jene Schafe waren alle weiß, und ihre Wolle stark und rein.

33. Und alle die umgekommen und versprengt waren, und alle wilden Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels kamen in jenem Hause zusammen, und der Herr der Schafe freute sich sehr darüber, denn sie alle waren gut und waren zu seinem Hause wieder zurückgekehrt.

34. Und ich sah, bis sie jenes Schwert, das den Schafen gegeben war, niederlegten und es in das Haus zurückbrachten, und man versiegelte es vor dem Angesicht des Herrn; und alle Schafe waren einberufen nach jenem Hause, aber es fasste sie nicht.

35. Und ihnen allen waren die Augen geöffnet, dass sie gut sahen, und es war keines unter ihnen, das nicht hätte sehen können.

36. Und ich sah, dass jenes Haus groß, weit und sehr voll war.

37. Und ich sah, wie ein weißer Stier mit großen Hörnern geboren wurde, und alle wilden Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels fürchteten ihn und flehten zu ihm fortwährend.

38. Und ich sah, bis alle ihre Arten verwandelt und sie alle weiße Stiere wurden; und der erste unter ihnen war das Wort (r. ein Wildochs) [und selbiges Wort (Wildochs) war ein großes Tier] mit großen schwarzen Hörnern auf seinem Kopfe, und der Herr der Schafe freute sich über sie und über alle die Stiere.

39. Und ich hatte mich schlafen gelegt in ihrer Mitte, wachte auf und hatte alles gesehen.

40. Und das ist (eben) das Gesicht, das ich sah, als ich schlief. Und ich wachte auf und pries den Herrn der Gerechtigkeit und gab ihm Ruhm.

41. Und darnach weinte ich gar sehr, und meine Tränen standen nicht still, bis ich es nicht mehr aushalten konnte; so oft ich hinsah, flössen sie herab um deswillen, was ich sah, denn alles wird so kommen und sich erfüllen, und alle Taten der Menschen sind mir der Reihe nach gezeigt worden.

42. Und in jener Nacht gedachte ich des ersten Traumes und weinte um seinetwegen, und war erschüttert, weil ich jenes Gesicht gesehen hatte.«

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