Das Buch Henoch - Kap. 1-5 Empfehlung

Freitag, 13 Januar 2017 13:52

Einleitung

 

Kap. 1. Segenswort Henochs, wie er die Auserwählten und Gerechten segnete, die am Tage der Trübsal vorhanden sein werden der bestimmt ist, alle Bösen und Gottlosen zu entfernen.

2. Und Henoch hob nun an seinen Spruch und sprach, ein gerechter Mann, dem die Augen von Gott geöffnet waren, dass er das Gesicht des Heiligen in den Himmeln sah, welches mir die Engel zeigten; und von ihnen hörte ich alles und verstand, was ich sah, doch nicht für dieses Geschlecht, sondern für das künftige, ferne.

3. Von den Auserwählten sprach ich, und über sie hob ich an den Spruch: »Der Heilige und Große wird aus seiner Wohnung hervorgehen,

4. und der Gott der Welt wird von da auf den Berg Sinai treten und inmitten seiner Heerschaaren erscheinen und in der Stärke seiner Macht vom Himmel sich zeigen.

5. Und alle werden sich fürchten, und die Wächter werden beben, und Furcht und gewaltiges Zittern wird sie ergreifen bis an die Enden der Erde.

6. Und die hochragenden Berge werden erschüttert werden, und die hohen Hügel werden niedrig werden und werden schmelzen wie Wachs vor der Flamme.

7. Und die Erde wird bersten und alles was auf der Erde ist wird umkommen, und ein Gericht wird über alle stattfinden.

8. Den Gerechten aber wird er Frieden schaffen und die Auserwählten behüten, und Gnade wird über ihnen walten, und sie werden alle Gott angehören; es wird ihnen wohl gehen, und sie werden gesegnet sein, und das Licht Gottes wird ihnen leuchten.

9. Und siehe! Er ist gekommen mit zehntausend Heiligen, Gericht zu halten über sie, und er wird die Gottlosen verderben und wird alles Fleisch zurechtweisen um alles das, was die Sünder und Gottlosen gegen Ihn getan und begangen haben.

 

Kap. 2. Beobachtet alle Dinge am Himmel, wie die Lichter am Himmel ihre Bahnen nicht ändern, wie alle aufgehen und untergehen, alle genau zu ihrer Zeit, ohne ihre Ordnung zu überschreiten!

2. Sehet die Erde an und merket auf die Dinge, die auf ihr geschehen vom Anfang bis zum Ende, wie kein Werk Gottes in seinem Erscheinen der Veränderung unterworfen ist!

3. Betrachtet den Sommer und Winter, wie die ganze Erde voll Wasser ist, und Gewölk, Tau und Regen über ihr lagern!

 

Kap. 3. Beobachtet und sehet alle Bäume, wie sie dürr und all ihrer Blätter beraubt erscheinen, außer vierzehn Bäumen, die ihr Laub nicht verlieren, sondern beim alten verharren bis das neue kommt, zwei bis drei Jahre lang.

 

Kap. 4. Und beobachtet wiederum die Tage des Sommers, wie die Sonne im Anfang derselben über ihr (der Erde) steht, und ihr sucht dann einen kühlen Ort und Schatten vor der Sonnenhitze, und die Erde ist brennend heiß infolge der Glut, sodass ihr weder auf den Boden noch auf Felsgestein zu treten vermögt wegen ihrer Hitze.

 

Kap. 5. Beobachtet, wie die Bäume sich mit dem Grün der Blätter bedecken und Frucht tragen, und merket auf alles und erkennet, wie dieses alles für euch gemacht hat, der da ewig lebt;

2. und wie seine Werke vor Ihm jedes Jahr geschehen, und alle seine Werke Ihm dienen und sich nicht ändern, sondern wie Gott es bestimmt hat, so geschieht alles.

3. Sehet, wie die Meere und Flüsse zusammen ihr Werk vollbringen.

4. Ihr aber habt nicht ausgeharrt und das Gebot des Herrn nicht erfüllt, sondern übertreten und mit stolzen und trotzigen Worten aus dem Munde eurer Unreinheit seine Majestät geschmäht. Ihr Hartherzigen, ihr werdet keinen Frieden haben!

5. Und darum werdet ihr eure Tage verfluchen, und der Jahre eures Lebens verlustig gehen, und die Jahre eures Verderbens werden sich mehren in Kraft eines ewigen Fluches, und ihr werdet keine Gnade finden.

6. Und in jenen Tagen werdet ihr euren Namen hergeben zu einem ewigen Fluche für alle Gerechten, und sie werden euch Sünder immer verfluchen und bei euch zusammen mit den Sündern (r. bei euch Sündern schwören).

7. Und den Auserwählten wird Licht und Freude und Friede zu teil werden, und sie werden das Land ererben, euch jedoch, ihr Gottlosen, wird der Fluch treffen.

8. Und dann wird den Auserwählten Weisheit verliehen werden, und sie alle werden leben und nicht mehr sündigen, weder aus Lässigkeit noch aus Übermut, sondern es werden demütig sein, die da Weisheit besitzen.

9. Sie werden nicht wieder sündigen noch Strafe zu leiden haben ihr ganzes Leben lang und werden nicht sterben durch Plagen und Zorngericht, sondern die Zahl ihrer Lebenstage vollenden, und ihr Leben wird zu (hohem) Alter kommen in Frieden, und der Jahre ihrer Freude werden viele sein in ewiger Wonne und Frieden, alle Tage ihres Lebens.«

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